Funktionale Sicherheit in der Windenergie

Wie wird die funktionale Sicherheit gewährleistet? Und wo wird sie definiert? Funktionale Sicherheit beschreibt ein Querschnittsthema, das in verschiedensten Normen und Richtlinien, die im allgemeinen Maschinenbau und somit auch für Windenergieanlagen gelten, aufgegriffen wird. Aus diesem Grund unterliegt jede Maschine, die in Europa vertrieben wird, der europäischen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Ein weiterer, wesentlicher Bestandteil einer sicheren Windenergieanlage können spezielle Richtlinien für die Auslegung von Windenergieanlagen, wie z.B. die Richtlinie GL 2010 des Germanischen Lloyds, sein. Für Sicherheitssteuerungen (SRP/CS) im Rahmen der Schutzeinrichtungen greift die Norm für Maschinensteuerungen und verlangt unter anderem die Risikobewertung des Systems. Des Weiteren ist auch die IEC 61508 für sicherheitsbezogene Steuersysteme zu beachten. Die beiden letztgenannten Verordnungen arbeiten dabei mit der Angabe der Wahrscheinlichkeit eines gefährlichen Ausfalls (MTTFd-Wert/PFHd-Wert). Zur Erfüllung der funktionalen Sicherheit ist somit die Risikobewertung der Sicherheitsfunktionen relevant. Es ergeben sich zwei Kategorien, nach denen eine Risikoeinstufung vorgenommen werden kann:

• Performance Level PLx nach ISO 13849-1 oder

• Sicherheits-Integritätslevel SIL X nach IEC 61508

Zur Berechnung des entsprechenden Levels werden die Zuverlässigkeitswerte (MTTFd-Wert/PFHd-Wert) von uns für die jeweilige (verfügbare) Komponente zur Verfügung gestellt.