EMS-Dehnungsmessung

EMS Lastreduzierte Anlagenregelung (IPC)
Dehnungsmesssystem für WEA zur Unterstützung einer lastreduzierten Anlagenregelung (IPC)

Moderne Windenergieanlagen werden durch turbulente Anströmungen und immer größere Rotoren stärkeren Lasten ausgesetzt. Eine individuelle Blattverstellung (IPC) kann die materialermüdende Belastung einzelner Komponenten optimieren. Das EMS-Dehnungsmesssystem unterstützt dabei kontinuierlich und effizient die WEA-Regelung: Die ESR 125-Sensoren messen im Wurzelbereich des Rotorblattes die auftretenden Dehnungen. Die z.B. im Pitch-Schrank verbaute EMS-Feldbus-CPU prüft in Echtzeit mit skalierbarer Sensor-Abtastrate kontinuierlich die Messwerte auf Plausibilität. Gemessene und vorverarbeitete Werte können über eine Feldbus-Schnittstelle direkt an das Pitch-System oder die WEA-Regelung weitergeleitet werden.
EMS Messkampagnen
Dehnungsmesssystem für WEA zur Design-Validierung und Prototypenvermessung

Dehnungsmessungen an auslegungsspezifischen Strukturen sind Voraussetzung für die Zertifizierung von Windenergieanlagen nach Richtlinien wie DNV-GL, IEC oder DIBt. Mit ESR 125-Sensoren an lasttragenden Komponenten werden Dehnungen/Lasten hochgenau ermittelt und numerischen Simulationen zur Validierung gegenübergestellt. Zusätzlich können lokale Dehnungsmessungen ­mechanische Spannungen in einzelnen Bauteilen untersuchen – die ­optimale ­Grundlage für interne Validierungen und Weiterentwicklungen. Anders als DMS können ESR-Sensoren auch kritische Rissentwicklungen vermessen. Um Oberflächenungenauigkeiten auszugleichen, besitzt ein ESR einen größeren Messbereich sowie eine längere Messstrecke. Die Abtastrate von bis zu 100 kHz ermöglicht Untersuchungen von sehr dynamischen Bewegungen.